3 zentrale Arten des Commitments zum Unternehmen

Commitment stellt die emotionale Bindung zum Unternehmen dar. Doch was bedeutet dies genau und welche Aspekte weist es auf? Ist es möglich Commitment bzw. die unterschiedlichen Arten von Commitment der eigenen Mitarbeiter zu entdecken?

3 zentrale Arten des Commitments zum Unternehmen

Mitarbeiter-Commitment ist eines der Hauptthemen, das in jeder unserer durchgeführten Mitarbeiterbefragungen einfließt. Als Wort kommt Commitment überwiegend in der Literatur zu Mitarbeiter vor. Aber was ist Commitment genau? Und gibt es unterschiedliche Arten?

Die Bedeutung von Commitment zum Unternehmen am Arbeitsplatz

Commitment zum Unternehmen ist die Bindung, die Mitarbeiter in Bezug auf ihr Unternehmen verspüren. Einfach gesagt: Mitarbeiter, die sich an das Unternehmen committen, verspüren generell eine Verbindung mit Ihrem Unternehmen, haben das Gefühl, dass sie dazu passen und dass sie die Ziele des Unternehmens verstehen.  Der Mehrwert solcher Mitarbeiter ist, dass diese tendenziell mehr Arbeitseinsatz und höhere Produktivität zeigen sowie Hilfe proaktiver anbieten.

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Arten des Commitments zum Unternehmen 

Die eben dargelegte Punkte sind sehr gute Indikator für Commitment zum Unternehmen, aber bietet nur eine sehr allgemeine Beschreibung. John Meyer und Natalie Allen betrachten in ihrem Artikel „Three component model of commitment“ (zu Deutsch: Drei Komponentenmodell des Commitments) Commitment zum Unternehmen ausführlicher. Wir können aus deren aufschlussreicher Forschung erkennen, dass es drei verschiedene Arten an Commitment zum Unternehmen gibt:

  1. Affektives Commitment
  2. Kalkulatorisches Commitment
  3. Normatives Commitment

Affektives Commitment

Die erste Art von Commitment zum Unternehmen, das Affektive Commitment, bezieht sich darauf, wie sehr ein Mitarbeiter im eigenen Unternehmen bleiben will. Wenn Mitarbeiter gefühlsbedingt an das Unternehmen committet sind, bedeutet dies, dass diese im Unternehmen bleiben wollen. Sie identifizieren sich typischerweise mit den Unternehmenszielen, haben das Gefühl, dass sie ins Unternehmen passen und sind mit ihrer Arbeit zufrieden. Mitarbeiter, die gefühlsbedingt committet sind, fühlen sich wertgeschätzt, agieren als Botschafter für das Unternehmen und sind grundsätzlich bedeutendes Kapital für Unternehmen.

Kalkulatorisches Commitment

Kalkulatorisches Commitment bezieht sich darauf, wie sehr Mitarbeiter das Gefühl haben beim Unternehmen bleiben zu müssen. Bei Mitarbeitern, die kalkulatorisch committet sind, liegt die zugrundenliegende Ursache für ihr Commitment in der Notwendigkeit im Unternehmen zu bleiben. Mögliche Gründe für diese Notwendigkeit des Bleibens variieren, aber Hauptgründe sind mangelnde Jobalternativen und die Vergütung.

Ein gutes Beispiel für kalkulatorisches Commitment ist, wenn Mitarbeiter das Gefühl haben, sie müssen beim Unternehmen bleiben, weil Bezahlung und Zusatzleistungen sich nicht verbessern würden, wenn sie zu einem anderen Unternehmen wechseln. Solche Beispiele können ein Thema für Unternehmen werden, weil Mitarbeiter, die kalkulatorisch committet sind, unzufrieden mit ihrer Arbeit werden können (und innerlich gekündigt haben) und doch nicht bereit sind, das Unternehmen zu verlassen.

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Normatives Commitment

Normatives Commitment bezieht sich darauf, wie sehr Mitarbeiter das Gefühl haben sie sollen im Unternehmen bleiben. Mitarbeiter, die normativ committet sind, fühlen, dass das Verlassen ihres Unternehmens desaströse Konsequenzen haben würde und fühlen ein Art Schuld bei der Möglichkeit das Unternehmen zu verlassen.

Gründe für dieses Schuldgefühl variieren, betreffen aber oft das Gefühl, dass Mitarbeiter beim Verlassen des Unternehmens eine Wissens-/Kompetenzlücke kreieren, was wiederum den Druck auf ihre Kollegen erhöhen würde. Solche Gefühle können (und werden) die Leistungsfähigkeit der im Unternehmen arbeitenden Mitarbeiter beeinflussen.

Abschließend lässt sich sagen, dass die Wichtigkeit des Mitarbeiter-Commitments zum Unternehmen gut belegt ist. Alle drei Arten des Commitments beeinflussen die Betriebszugehörigkeit hochgradig, also wie lange Mitarbeiter im Unternehmen bleiben. Das Wichtigste für Unternehmen ist, die verschiedenen Arten von Commitment ihrer Mitarbeitern zu erkennen und dabei das Ziel zu haben, zum affektiven Commitment anzuregen. Denn Unternehmen die affektives Commitment steuern bzw. erhöhen sind nachhaltig erfolgreich. Bei Effectory unterstützen wir unsere Kunden genau hierin: aktives Commitment ausbauen.

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