Technologische Arbeitslosigkeit: was nun?

„Technologische Arbeitslosigkeit“. Dieser Begriff stammt von John Maynard Keynes und steht für die massive Verdrängung von Arbeitsplätzen durch den technologischen Wandel. Aber ist dieses Bild tatsächlich realistisch?

Technologische Arbeitslosigkeit: was nun?

Was wäre, wenn wir, Personalverantwortliche und Mitarbeitende, uns die technologischen Entwicklungen und die damit verbundenen Fähigkeiten zu eigen machen würden? Können wir die technologische Revolution dann nutzen, um den Erfolg unserer Unternehmen zu steigern? Tjahny Bercx, Chief People & Performance Officier Leaseplan, steht Rede und Antwort.

Die Arbeitswelt verändert sich rasant: Technologische Entwicklungen folgen rapide aufeinander. Wie beeinflussen diese technischen Entwicklungen die Art und Weise unserer Unternehmensführung? Werden unsere derzeitigen Arbeitsplätze bestehen bleiben? Und wie zukunftssicher sind unsere Unternehmen? Tjahny Bercx spricht über (unbegründete) Ängste und Chancen: Wie nutzen wir technische Entwicklungen, um den Erfolg unserer Unternehmen zu steigern?

Eine neue Normalität

Wir bewegen uns auf eine „neue Normalität“ zu. Im Augenblick erleben wir eine Vorankündigung oder Warnung, uns an eine neue Situation anzupassen bzw. darauf einzustellen. Das bedeutet, dass wir mit der (technologischen) Entwicklung Schritt halten müssen. Lassen Sie uns von Pessimismus und Angst zu einer Zeit des Optimismus und der Offenheit für Neues übergehen. Anders geht es nicht, denn wir befinden uns mitten in der vierten industriellen Revolution.

Industrie 4.0

Haben technologische Prozesse eigentlich jemals Arbeitslosigkeit verursacht? Oder ist mehr Wohlstand und mehr Beschäftigung entstanden? In den vergangenen drei Revolutionen haben wir uns von der Landwirtschaft zur Industrie und von der Industrie zur Dienstleistungsindustrie verlagert. In all diesen Jahren hat der Mensch immer einen Weg gefunden, neue Arbeitsplätze zu finden und zu schaffen. Aber gilt das auch für die bevorstehende Revolution, in der wir zu einer Industrie 4.0 übergehen?

Das neue Gold

Zum ersten Mal in der Geschichte übernehmen technologische Entwicklungen unsere kognitiven und nicht unsere physischen Fähigkeiten. Sicher, das ist aufregend, denn innerhalb dieser Revolution sprechen wir nicht von einer neuen Technik, sondern von mehreren neuen Technologien, die gleichzeitig entstehen. Das hat einen enormen Einfluss auf bestehende Unternehmen. Zumindest auf die Unternehmen, die „am Alten“ festhalten. Unternehmen, die sich die neuen Technologien zu eigen machen, zapfen dagegen das „neue Gold“ an: Daten.

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Vogel-Strauß-Politik

Die wirkliche Gefahr unserer Zeit liegt nicht in den neuen Technologien, sondern darin, die vierte industrielle Revolution zu ignorieren oder gar zu leugnen. Unternehmen spekulieren immer noch über die möglichen Auswirkungen technologischer Entwicklungen auf Mitarbeiterfunktionen. Das führt, zusammen mit einem Mangel an Know-how darüber, was die technologischen Prozesse für Organisationen und ihre Mitarbeitenden bedeuten, zur größten Gefahr unserer Zeit: der Untätigkeit. Wir stecken den Kopf in den Sand.

Beschäftigungsfähigkeit

Zum Glück gibt es einen anderen Weg. Wenn Führungskräfte und Mitarbeitende bewusst, kompetent und schnell auf Veränderungen reagieren, schaffen sie weiterhin Mehrwert. Dafür gibt es ein schönes Wort: „Beschäftigungsfähigkeit“. Wir glauben, dass es auch weiterhin genügend (neue) Arbeitsplätze geben wird, sofern wir uns neue Fertigkeiten im Bereich Technologie und Informationen aneignen. Denn das ist unerlässlich, um Technologie zu verstehen und Daten zu analysieren, auszuwerten und zu organisieren. Es ist unerlässlich, sich auf „eine neue Normalität" einzulassen.

Neue Fertigkeiten

Derzeit entstehen bereits zahlreiche neue Arbeitsplätze. Nehmen Sie zum Beispiel den „Big Data-Analysten“, den „AL-Spezialisten“ und den „Experten für maschinelles Lernen“. Arbeitsplätze, die nach und nach neue Fertigkeiten erfordern. Fertigkeiten, die Mitarbeitende sich auf intellektuell überzeugende und emotional attraktive Weise aneignen müssen. Somit ist es Zeit für Veränderung!

Los geht´s!

Wollen Sie als Unternehmen wachsen und von der technologischen Entwicklung profitieren? So funktioniert es:

  1. Veranschaulichen Sie (immer wieder): Stellen Sie sich Ihr Unternehmen im Jahr 2025 vor. Wie werden bestimmte Funktionen dann aussehen?
  2. Technologie verstehen: Behalten Sie die neuesten technologischen Trends im Auge und bieten Sie Ihren Mitarbeitenden einen Einblick; sowohl in das Wesen der vierten industriellen Revolution als auch in die sich schnell entwickelnden Technologien.
  3. Verstehen Sie die Auswirkungen der Technologie: Erklären Sie Ihren Mitarbeitenden, welche Auswirkungen die Fähigkeiten der Zukunft haben werden.
  4. Übernehmen Sie Verantwortung: Suchen Sie das Gespräch mit Ihren Mitarbeitenden und unterstützen Sie sie dabei, sich die Fertigkeiten der Zukunft anzueignen.

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Vielen Dank, Tjahny, für dieses interessante Webinar! Möchten Sie mehr über technologische Arbeitslosigkeit, Krisenmanagement, Führung und eine gute Arbeitgeberschaft erfahren? Effectory veranstaltet kostenlos monatliche Webinare zu aktuell relevanten Themen.

 

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